Arbeitsmigranten im Baugewerbe im Persischen Golf

Im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar im Jahr 2022 gerät die angespannte Menschenrechtslage im Emirat auf der arabischen Halbinsel zunehmend in den Fokus internationaler Aufmerksamkeit. Der sprunghafte Anstieg von Bauaktivitäten und Planungen im Vorfeld der Sportgroßveranstaltung zieht immer mehr Arbeitsmigranten nach Katar und wirft die Frage auf inwieweit internationale Unternehmen für das Wohlergehen dieser Arbeiter verantwortlich sind. Die Nachbarstaaten, wie die Vereinigten Arabischen Emirate, erleben ähnliche Entwicklungen. Zwar tragen Staaten nach internationalem Recht die primäre Verantwortung dafür, Menschenrechte  zu schützen. Nach den UN Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte sind aber auch Unternehmen in der Verantwortung, Menschenrechte zu achten. Es stellt sich daher die Frage, wie Unternehmen in dem komplexen regulatorischen und politischen Kontext in Katar und den anderen Golfstaaten, auf die Einhaltung der Menschenrechten positiv einwirken und Arbeits- und Sozialstandards umsetzen können. Wie kann unternehmerische Verantwortung zu der Entwicklung nahöstlicher Staaten und Gesellschaften beitragen?

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