Bericht: FIFA & Die Menschenrechte - Blogs & Deutsche Übersetzung

Die FIFA ist durch Vorwürfe unter Druck geraten, wonach es im Zusammenhang mit Veranstaltungen und Geschäftsbeziehungen der FIFA zu Menschenrechtsverstöße gekommen ist. Besonders bekannt geworden sind unter Anderem Berichte über Todesfälle unter Arbeitsmigranten, die auf Baustellen in Katar eingesetzt werden. Katar ist Ausrichterland der Fußballweltmeisterschaft 2022 und wegen seines Kafala-Systems in die Kritik geraten, das Arbeitsmigranten vielfach in die Schuldknechtschaft zwingt. 

Andere menschenrechtliche Risiken fanden weniger Aufmerksamkeit in den Medien, wie etwa die Risiken in Bezug auf Arbeitnehmerrechte in der eigenen Lieferkette der FIFA, der mutmaßliche Handel mit jungen Spielern und die weit verbreitete Diskriminierung von Frauen im Verbandsfußball. Im April 2016 hatte Harvard-Professor John Ruggie im Auftrag der FIFA einen Bericht zur FIFA & den Menschenrechten herausgegeben. Dieser ist nun auch auf Deutsch erhältlich. Sylvia Schenk, Transparency International Deutschland, und Federico Addiecchi, FIFA, reflektieren in ihren Blogs über die verbleibenden Herausforderungen und erzielte Fortschritte seit dem Erscheinen des Originalberichts im April 2016

Im Dezember 2015 beauftragte FIFA John Ruggie, ehemaliger UN-Sonderbeauftragten für Wirtschaft und Menschenrechte, Empfehlungen zu entwickeln, um die Bedeutung der Achtung der Menschenrechte in die globalen FIFA-Aktivitäten zu integrieren. Der vollständige Bericht , mit der Unterstützung von Shift entwickelt, findet sich hier.

Die Reformbestrebungen der Fifa sollen anhand dieses Berichts durch eine kritische Bestandsaufnahme der externen Beziehungen unterstützt werden.Der Bericht zeigt Massstäbe auf, an denen sich die Fifa künftig messen lassen sollte. So lobte Ruggie einerseits die Fifa für das Einnehmen einer Vorreiterrolle im Bereich der Menschenrechte. Die Fifa bekennt sich in Artikel 3 der neuen Statuten zu den Menschenrechten und gibt als erster Sportverband eine umfassende Risikoanalyse hierzu in Auftrag, die der Bericht vorlegt. Andererseits mangele es der Fifa bis jetzt an ein wirksamen System, um überhaupt feststellen und nachweisen zu können, ob und wie sie ihren Menschenrechtsverpflichtungen auch tatsächlich nachkomme, so Ruggie.

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Artikel
28 November 2016

"Für das Spiel. Für die Welt." Die FIFA & die Menschenrechte

Autor/in: John G. Ruggie, Harvard Univ., ehemaliger UN Special Representative on business & human rights; mit Unterstützung von Shift

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