Hauptversammlung BASF: Vorwürfe wegen Zulieferungen von Lonmin - Verbindung mit Marikana Massaker in südafrikanischem Bergbau-Sektor

credit themarxcist.com

Am 16. August 2012 wurden 34 Personen getötet und 78 Personen verletzt als die Polizei das Feuer auf streikende Minenarbeiter in der Marikana-Platinum-Mine der Firma Lonmin in Südafrika eröffnete. Im April 2015 stellte der Dachverband der Kritschen Aktionärinnen und Aktionäre auf der Hauptversammlung einen Gegenantrag und rief BASF als Hauptabnehmer von Lonmin dazu auf, die Verantwortung für das Massakers mitzutragen und sicherzustellen, dass Lonmin die Opfer finanziell entschädigen wird. Wir haben BASF zu einer Stellungnahme zu diesem Gegenantrag eingeladen. Die Stellungnahme finden Sie hier. 

Get RSS feed of these results

Alle Teile dieser Story

Antwort
5 May 2015

Statement der BASF zu dem Gegenantrag des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre e.V.

Autor/in: BASF

...Die Eskalation der Gewalt und der Tod von Minenarbeitern während einer Auseinandersetzung mit Polizeikräften in Marikana im August 2012 haben uns sehr bedrückt und schockiert... Lonmin ist ein Lieferant, mit dem wir seit dem Erwerb von Engelhard im Jahr 2006 zusammenarbeiten...In dem konkreten Fall gibt es eine Untersuchung, die vom südafrikanischen Präsidenten in Auftrag gegeben wurde. Der Bericht darüber wurde wohl Ende März abgeschlossen. Die Ergebnisse der „Marikana Commission of Inquiry“ sind allerdings bisher nicht veröffentlicht...Bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine Stellungnahme abgeben können zu einem Sachverhalt, der in Südafrika noch nicht vollständig aufgeklärt ist. Wir können aber versichern, dass wir jedes Interesse daran haben, dass unsere Lieferanten die international üblichen Standards für ein verantwortliches Handeln einhalten. Dies bringen wir in unseren Gesprächen mit ihnen zum Ausdruck. Auch mit Lonmin sind wir im Gespräch und werden diesen Dialog weiterführen...

Download der Datei

Item
1 May 2015

Pressemitteilung: Vorstand weicht den Vorwürfen des Bischofs aus

Autor/in: Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre e.V.

...Der südafrikanische Bischof Johannes Seoka erhielt für seine beeindruckende Rede bei der Hauptversammlung des BASF SE am 30. April in Mannheim viel Applaus von den Aktionärinnen und Aktionären des Chemie-Konzerns. Im Anschluss an seine Rede übergab Seoka dem BASF-Vorsitzenden Kurt Bock ein Buch und einen Dokumentarfilm, die beide das Massaker von Marikana analysieren. Bock zeigte sich "bestürzt über die Vorgänge in Südafrika" am 16. August 2012. „Aus der Distanz ist es für die BASF aber schwer, sich ein eigenes Urteil zu bilden.“ Zurzeit könne sein Unternehmen nichts tun, da der Bericht der Marikana-Untersuchungskommission bei Präsident Zuma liege und noch nicht veröffentlicht sei. Deshalb könne die BASF auch keinen Beitrag zum Entschädigungsfonds leisten, so Bock. Die Hinterbliebenen der 34 getöteten Minenarbeiter sollen 3,4 Millionen Euro aus dem von der südafrikanischen Bench Marks Foundation eingerichteten Fonds erhalten.Mehrere Aktionärinnen und Aktionäre bezogen sich in ihren nachfolgenden Reden auf die schrecklichen Tatsachen, die Bischof Seoka präsentiert hatte...

Download der Datei

Artikel
15 April 2015

Gegenantrag des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre zur Hauptversammlung der BASF SE am 30.04.2015

Autor/in: Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre e.V.

...Der Vorstand ist im Fall von Lonmin seiner Verantwortung in der Lieferkette nicht nachgekommen. Aus den Firmenberichten des weltweit drittgrößten platinproduzierenden Betriebs Lonmin geht hervor, dass BASF, neben Mitsubishi, Hauptkunde dieses in Südafrika operierenden und in England ansässigen Unternehmens ist. Lonmin bezeichnet BASF als „principal customer” oder „long term cornerstone customer“...Nun lieferten die Beweisaufnahmeverfahren und Ermittlungen im Nachfeld des Massakers von Marikana (16.August 2012) im Rahmen der seit Oktober 2012 staatlich eingesetzten „Marikana Commission of Inquiry“ dichtes Beweismaterial für den Umstand, dass die Entscheidungsträger von Lonmin – indirekt wie direkt – Mitverantwortung für das Massaker tragen. Im Konkreten werden sie beschuldigt mitverantwortlich zu sein für 1. den Mord an 34 streikenden Minenarbeitern am 16. August 2012 durch die südafrikanische Polizei und für die dort 70, zum Teil schwer, verletzten Angestellten; 2. die diesem Massaker vorangegangenen Gewalteskalationen und Morde; 3. die inakzeptablen, teils menschenunwürdigen Lebens-, Arbeits- und Umweltbedingungen, unter denen die ArbeiterInnen und ihre Communities seit Jahrzehnten zu leiden haben; die Mehrheit der ArbeiterInnen von Lonmin lebt in Wellblechhütten-Slums ohne fließend Wasser, Strom und Anbindung an Gemeindeservice-Leistungen...

Lesen Sie hier den vollständigen Post

Download der Datei