Landgrabbing und Menschenrechte: Studie über die Rolle von EU-Akteuren im Ausland zeigt Handlungsbedarf; enthält Stellungnahmen der Unternehmen

Im Mai 2016 wurde im Auftrag des Europäischen Parlaments die Studie „Land Grabbing and Human Rights: The Involvement of European Corporate and Financial Entities in Land Grabbing outside the European Union“ veröffentlicht. Die Publikation dokumentiert u.a. Fälle von Landgrabbing in Sambia, Uganda, Kongo und Mosambik und beschreibt eine Vielzahl bislang ausgebliebener Handlungsmöglichkeiten der EU und ihrer Mitgliedstaaten, um das weltweite Landgrabbing zu reduzieren.

Zu den folgenden Fällen, die im Bericht erwähnt werden, hat das Business & Human Rights Resource Centre bereits Stellungnahmen eingeholt:

Neumann Kaffee Gruppe in Uganda

- EcoEnergy in Tanzania

- Socfin in Sierra Leone

- Khon Kaen Sugar in Cambodia

- Siemens und Voith in Honduras.

ABP und das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) in Bezug auf den African Agricultural Trade and Investment Fund (AATIF) äußerten sich jeweils in den Medien zu Fällen [ABP nur auf Englisch].

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30 June 2017

Landgrabbing und Menschenrechte: Die Rolle von EU-Akteuren im Ausland

Autor/in: Fian

Diese Kurzdarstellung ist eine Zusammenfassung der Studie Land Grabbing and Human Rights: The Involvement of European Corporate and Financial Entities in Land Grabbing outside the European Union... 

Kernaussagen

1 In der EU ansässige Akteure spielen eine wichtige Rolle bei Landgrabbing und den damit verbundenen Menschenrechtsverstößen außerhalb Europas...

2 In dieser Kurzdarstellung werden fünf zentrale Mechanismen benannt, durch die EU-Akteure in Landgrabbing-Fälle verwickelt sind und die zu Menschenrechtsverstößen oder -bedrohungen führen können...

4 Die EU hat auf Menschenrechtsverletzungen in Zusammenhang mit Landgrabbing mittels einer Reihe von Strategien und Initiativen reagiert. Aber die Antwort der EU auf Landgrabbing durch Handlungen und Unterlassungen ist nicht ausreichend, um ihren menschenrechtlichen Verpflichtungen nachzukommen...

6 Die EU und ihre Mitgliedstaaten können bei der Verhinderung von Landgrabbing und beim Vorgehen gegen Menschenrechtsverstöße und -verletzungen eine wichtige Rolle spielen, indem sie eine Reihe von Maß- nahmen und Vorschriften umsetzen.

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16 April 2014

Landgrabbing: Jagd nach Land in Sambia

Autor/in: Tobias Schwab, Frankfurter Rundschau

Immer mehr Kleinbauern verlieren ihr Land an Agrokonzerne, die in großem Stil Land kaufen... Auch deutsche Investoren haben Sambia und seine fruchtbaren Böden längst entdeckt... Das ist auch auf der ebenfalls im Mpongwe gelegenen Somawhe-Farm nicht anders – eine Plantage der Chobe Agrivision Company, die der Investmentfirma Chayton Africa mit Sitz in Mauritius gehört. Auch in diesem Projekt steckt deutsches Entwicklungsgeld. Im August 2011 investierte der African Agricultural Trade and Investment Fund (AATIF) zehn Millionen Dollar in das Wachstum von Chobe Agrivision. Größter Anteilseigner des AATIF ist mit 45 Millionen Euro das Bundesentwicklungsministerium (BMZ). KfW und Deutsche Bank sind mit jeweils 20 Millionen Euro engagiert. Der Fonds AATIF solle einen Beitrag zur Armutsminderung leisten, Beschäftigung schaffen und das Einkommen der verarmten Landbevölkerung steigern, teilte das BMZ im vergangenen Jahr auf eine parlamentarische Anfrage der Linken hin mit.

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Autor/in: Leen Preesman (Investment & Pensions Europe)

The €240bn civil service pension scheme ABP has conceded that a €47m investment in a Mozambique forestry project has failed to meet its environmental, social and governance (ESG) standards. ABP's announcement came after [claims] that the forestry project had been involved in land-grabs and contributed to food insecurity for locals... Since 2007, ABP has been a stakeholder in the Global Solidarity Forest Fund (GSFF), aimed at forestry in Mozambique and managed by the Global Solidarity Fund International (GSFI), an asset manager for churches in Sweden and Norway. ABP said it was taking the allegations "very seriously", adding that it had already raised concerns about the project's management following an independent assessment on the implementation of the Forest Steward Council standard... In a statement on its website, the GSFF said it is taking the issue of land tenure very seriously and that it is cooperating with Mozambican authorities and local communities closely on the issue of land rights.

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