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Eine Nachricht des Direktors Phil Bloomer

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Südafrika: Oxfam-Studie beleuchtet Folgen des Preisdrucks deutscher Supermarktketten für Arbeitsbedingungen auf Plantagen

Eine neue von Oxfam veröffentlichte Studie berichtet über die Zustände für Landarbeiterinnen auf südafrikanischen Traubenplantagen. Die Studie beleuchtet auch den Preisdruck deutscher Supermarktketten wie Edeka, Rewe, Aldi und Lidl auf die südafrikanische Wein- und Tafeltraubenindustrie und fordert, dass Supermarktketten und Importeure dafür sorgen, dass ihre Lieferanten die Menschenrechte einhalten. 

Die in der Studie genannten Supermarktketten Edeka, Rewe, Aldi Nord und Süd sowie Lidl wurden vorab zu ihren Handelspraktiken, zu Arbeitsrechtsverletzungen und zu Nachhaltigkeitsinitiativen in der Wein- und Tafeltraubenlieferkette befragt und hatten vor der Veröffentlichung Gelegenheit, Stellungnahmen zur Studie abzugeben. Zudem äußerten sich die Unternehmen in Presseberichten.

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11 October 2017

Studie zur Arbeitssituation: Die hohen Kosten der südafrikanischen Billigweine

Autor/in: Isabelle Reichert, Spiegel Online

Südafrikanischer Wein ist bekannt für seine gute Qualität bei günstigen Preisen - und entsprechend beliebt bei Kunden in Deutschland... Den Preis für die günstigen Produkte aber zahlen die Feldarbeiterinnen vor Ort. Wie eine Oxfam-Untersuchung zeigt, arbeiten insbesondere weibliche Arbeitskräfte in der südafrikanischen Weinindustrie unter fragwürdigen Bedingungen... Die Untersuchung zeigt auch: Eine wichtige Rolle nehmen deutsche Supermarktketten ein, die einen hohen Preisdruck auf die südafrikanischen Produzenten ausüben... Oxfam zufolge hatten alle vier genannten Supermarktgruppen im Vorfeld der Studie die Möglichkeit zur Stellungnahme... [D]ie Aldi-Gruppe und Lidl [...] bestätigten laut Oxfam, dass die Arbeitsbedingungen von Landarbeiterinnen auf Traubenplantagen verbesserungsbedürftig sind. Aldi Süd bestritt allerdings, dass die geschilderten Missstände auch innerhalb der eigenen Lieferkette herrschen. Aldi Nord gab an, dass Traubenproduzenten südafrikanische Gesetze systematisch ignorierten. Lidl äußerte sich nicht zu konkreten Vorwürfen und verlangte die Nennung der betreffenden Produzenten... Auf SPIEGEL-ONLINE-Nachfrage gab Rewe an, keine Tankware zu führen. Das Unternehmen gab zudem an, von seinen südafrikanischen Lieferanten Nachweise über die Einhaltung von Arbeitsnormen einzufordern... Edeka verwies darauf, nur zwei südafrikanische Weine zu führen.

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10 October 2017

"Billig verkauft - teuer bezahlt: Die Marktmacht deutscher Supermarktketten und Arbeitsbedingungen von Frauen auf Traubenfarmen in Südafrika"

Autor/in: Oxfam Deutschland

Die vorliegende Untersuchung beleuchtet den Preisdruck deutscher Supermarktketten auf die südafrikanische Wein- und Tafeltraubenindustrie und die unhaltbaren Zustände für Landarbeiterinnen auf den Plantagen. In den letzten Jahren hat die südafrikanische Weinindustrie sehr gelitten, nur 15 Prozent der Weinproduzenten können noch profitabel arbeiten. Am stärksten betroffen sind die Arbeiterinnen auf Traubenplantagen, die teilweise nicht den Mindestlohn erhalten, mit giftigen Pestiziden besprüht und diskriminiert werden. Sie sind das schwächste Glied der Lieferkette... Für einen strukturellen Wandel ist auch in diesem Fall die konsequente Umsetzung des Arbeitsrechts in Südafrika nötig–aber auch die Einführung verbindlicher gesetzlicher Regeln in Deutschland, die für den Schutz der Menschenrechte in der Wertschöpfungskette deutscher Unternehmen sorgen... Die in der Studie genannten Supermarktketten Edeka, Rewe, Aldi Nord und Süd sowie Lidl wurden zunächst per Fragebogen zu ihren Handelspraktiken, zu Arbeitsrechtsverletzungen und zu Nachhaltigkeitsinitiativen in der Wein- und Tafeltraubenlieferkette befragt. Vor der Veröffentlichung hatten sie zudem Gelegenheit, Stellungnahmen zur Studie abzugeben...

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10 October 2017

Studie zu Bedingungen auf Südafrikas Weinbergen fordert Bundesregierung auf, verpflichtende Standards für Unternehmen einzuführen

Autor/in: Hanna Gersmann, taz

In südafrikanischen Weinanbaugebieten herrschen laut einer neuen Studie „katastrophale Bedingungen“... Dahinter stehen die Aussagen von knapp 350 Arbeiterinnen von Wein- und Traubenanbaugebieten. Oxfam hat sie zusammen mit der südafrikanischen Vereinigung „Women on Farms Project“ befragt. Nicht einmal jede Fünfte von ihnen bekommt demnach den Mindestlohn von umgerechnet 178,10 Euro im Monat... Handschuhe oder andere Schutzkleidung erhielten sie nicht... Viele Farmer verbieten ihnen, an Treffen von Gewerkschaften teilzunehmen – und Gewerkschaftern, die Weinanbaugebiete zu betreten... [D]ie deutschen Supermärkte [...] drücken laut Oxfam die Preise und tragen so eine „Mitverantwortung“ für die Schufterei der Farmleute... Sie dürften die Verletzung von Menschenrechten in ihren Lieferketten nicht einfach billigend in Kauf nehmen. Machen wir auch nicht – heißt es bei den Discountern... Im Auswärtigen Amt haben die Zuständigen schon monatelang über einem „Nationalen Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte“ gebrütet, [der] im Dezember 2016 von der Bundesregierung verabschiedet werden konnte, wurde er allerdings in der Abstimmung mit anderen Ressorts aufgeweicht. Die nächste Bundesregierung, so fordert Oxfam, müsse nun endlich verpflichtende Standards etablieren. Dass es anders geht, zeigt zum Beispiel Peter Riegel Weinimport, der größte Importeur von Bioweinen in Deutschland...

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10 October 2017

Südafrika: Günstiger Wein auf Kosten der Schwachen

Autor/in: Stefan Sauer, Frankfurter Rundschau

Die großen deutschen Lebensmitteleinzelhändler drücken die Preise für südafrikanische Tropfen immer weiter. Eine Oxfam-Studie zeigt: Leidtragende sind Erntehelfer und Winzer vor Ort... In einer Umfrage der südafrikanischen Hilfsorganisation „Women on Farms Project“ unter knapp 400 saisonalen und fest angestellten Erntehelferinnen [berichtete ein Drittel] über unerfüllbare Arbeitsvorgaben, mehr zwei Drittel der Saisonarbeiterinnen waren regelmäßig Pestiziden ausgesetzt, drei Viertel von ihnen erhielten trotz gegenteiliger gesetzlicher Vorschriften keine Schutzkleidung, von Urlaubsgeld oder Lohnfortzahlung nach Arbeitsunfällen ganz zu schweigen... Konfrontiert mit den Ergebnissen der Studie, reagieren die angesprochenen Lebensmittelketten durchaus betroffen. Aldi Süd etwa teilt mit, die Befunde seien „in keiner Weise mit unserem Verständnis von sozial gerechten und menschenwürdigen Arbeitsbedingungen vereinbar“... Ebenso bei Rewe: Man achte die Menschenrechte, sorge für faire und sichere Arbeitsbedingungen und richte Geschäftsbeziehungen mit Vertragspartnern strikt an den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO aus... Aldi Nord verweist ebenfalls auf internationale Standards der ILO, der OECD und der BSCI, die strikt befolgt würden. Auch Lidl distanziert „sich grundsätzlich von jeglichen Arbeitsrechtsverletzungen“... In der Studie heißt es, freiwillige Nachhaltigkeitsinitiativen [...] hätten die ausbeuterischen Arbeitsbedingungen nicht zu beseitigen vermocht.

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