Investoren starten fünfjährige Initiative, um unternehmerische Maßnahmen zum Klimawandel voranzutreiben

Get RSS feed of these results

All components of this story

Article
+ Deutsch - Hide

Author: Benjamin von Brackel, Klimaretter.info

Gleich nach dem Weltklimagipfel in Bonn im Oktober veranstaltete Emmanuel Macron [...] den "One Planet Summit"... 

Als größte Errungenschaft wurden die Ankündigungen von Banken und Versicherern ausgemacht, sich aus dem Kohlegeschäft rauszuziehen. So will der Versicherer Axa keine neuen Kohle- oder Ölsandprojekte mehr versichern und die Weltbank ab 2019 kein Geld mehr für Öl- und Gasförderung geben...

Allerdings würden Regierungen, Banken und Versicherer nach wie vor große Summen in die fossile Energiewirtschaft stecken...

Als bahnbrechend werten Umweltverbände auch die neue Investment-Initiative "Climate Action 100+". Dazu haben sich über 220 Investoren mit einem Anlagevermögen von 26,3 Billionen US-Dollar zusammengeschlossen, etwa die Banken HSBC und BNP Paribas. Sie wollen Druck auf die 100 klimaschädlichsten Unternehmen – darunter VW und Exxon Mobil – ausüben, sich klimafreundlicher aufzustellen...

[N]ach Ansicht von Umweltschützern [hat sich] de[r] Druck auf Deutschland erhöht: "Für die zukünftige Bundesregierung hat der Gipfel eine klare Aufgabe benannt", sagte Christoph Bals [politischer Geschäftsführer der Umweltorganisation Germanwatch]. "Frankreich verlangt nach einer gemeinsamen Führungsrolle, um Klimaneutralität bis 2050 zum Ziel zu machen, einen investitionsrelevanten Mindestpreis für CO2 in allen Sektoren einzuführen und die Offenlegung von Klimarisiken für Unternehmen und Investoren verpflichtend zu machen."

Read the full post here

Article
+ Deutsch - Hide
12 December 2017

Die Investoren reagieren

Author: Leo Klimm, Süddeutsche Zeitung

Einflussreiche Finanzkonzerne haben sich bei einem Klimagipfel in Paris verpflichtet, mehr gegen die Erderwärmung zu tun...

...Ankündigungen von ING und Axa gehören zu den Initiativen, mit denen sich Finanzfirmen, Entwicklungsbanken, Staaten, Regionen und Städte am Dienstag zum Pariser Klimaabkommen von 2015 bekannten. Der UN-Vertrag verpflichtet die Unterzeichnerstaaten, die durch klimaschädliche Emissionen hervorgerufene Erderwärmung bis Ende des Jahrhunderts auf zwei Grad zu begrenzen. Nachdem US-Präsident Donald Trump das Abkommen aufkündigte, will Frankreichs Präsident Emmanuel Macron es noch retten - und fordert dabei die Finanzwirtschaft...

Diese internationale Finanzorganisation, die UN und Macron präsentierten insgesamt zwölf Initiativen, die etwa dem Ziel einer CO₂-neutralen Wirtschaft dienen oder armen Ländern bei der Anpassung an den Klimawandel helfen sollen. Die Länder des Südens waren bei dem Gipfel unter den rund 60 anwesenden Staats- und Regierungschefs stark vertreten - im Gegensatz zu großen Verschmutzern wie die USA...

Mehr als 200 Investoren, die zusammen 22 Billionen Euro verwalten, versprachen, mehr Druck auf große CO₂-Emittenten auszuüben...

Deutschland wurde beim Gipfel von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) vertreten. Sie warnte vor Problemen eines Kohleausstiegs.

Read the full post here

Article
+ Deutsch - Hide

Author: Germanwatch

Auf dem heutigen One Planet Summit in Paris haben öffentliche und private Akteure [...] die Tür aufgestoßen für eine beschleunigte Umsetzung der Ziele, auf die sich die Regierungen der Welt vor zwei Jahren in Paris geeinigt haben...

Die Entwicklungsbanken haben sich gemeinsam verpflichtet, ihre gesamte Finanzierung am Pariser Abkommen auszurichten. Die Weltbank, die den Ausstieg aus der Kohle bereits vor einigen Jahren beschlossen hatte, wird auch die Finanzierung von Öl- und Gasförderungen beenden. Über 200 Investoren und Unternehmer haben zudem angekündigt, in Zukunft ihre Klimarisiken und -strategien offenzulegen. Nur auf der Grundlage dieser Daten kann der Finanzmarkt eine positive Hebelwirkung zu deutlich mehr klimaschonenden Investitionen entfalten...

Doch es müsse noch viel mehr geschehen: "Insbesondere für die Anpassung an bereits heute unvermeidbare Klimawandelfolgen brauchen wir auch mehr öffentliche Gelder, denn am massivsten betroffen sind die ärmsten Bevölkerungsgruppen in den ärmsten Ländern. Hier müssen die Regierungen des globalen Nordens bei den nächsten Gipfeln dringend nachlegen." ...

Für die nächste Bundesregierung liegen nach diesem Pariser Gipfel klare Hausaufgaben auf dem Tisch, so Germanwatch. Die Bundesregierung hat sich in Paris an den Initiativen für nationale Strategien für Treibhausgasneutralität bis 2050 und die Einführung von investitionsrelevanten CO2-Preisen beteiligt... Deutschland und die EU brauchen eine Strategie um bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Sie brauchen Ziele und Maßnahmen für 2020 und 2030, die dazu passen. 

Read the full post here