Chile: Morddrohung an Avocado-Aktivisten nach Anschuldigungen des Wasserraubs

Nach der Veröffentlichung eines Danwatch Berichts, in dem der Avocadobranche in der chilenischen Provinz Petorca Verstoß gegen Wassergesetze vorgeworfen wird, haben Aktivisten der Organisation Modatima, die zu der Recherche des Berichts beigetragen haben, Morddrohungen erhalten. Der Bericht legt auch dar, wie Avocados aus Petorca über globale Lieferketten ihren Weg in europäische Supermärkte finden. 

Wir haben Aldi, Alnatura und Rewe zu einer Stellungnahme eingeladen. Die Stellungnahme von ReweAldi Süd, Aldi Nord und Alnatura ist untenstehend verfügbar. Edeka und Lidl äußerten sich zu den Vorfällen in Presseberichten.

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Antwort
2 May 2017

Antwort von REWE

Autor/in: REWE

Vielen Dank für Ihr Schreiben, dessen Inhalt uns erst mit Ihrer Mail vom 26.04. zugegangen ist. Lt. unserer internen Recherche liegen die Anbaugebiete der in unseren REWE-Märkten angebotenen Avocados zu mehr als 95 % überhaupt nicht in den thematisierten Produktionsgebieten in Chile.

Antwort
24 April 2017

Antwort von Aldi Nord

Autor/in: Aldi Nord

...Als international tätiger Einzelhändler sind wir uns der Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf Umwelt und Gesellschaft bewusst. Verantwortung ist neben unserem Preis- und Qualitätsversprechen die dritte zentrale Säule unserer Geschäftspolitik. Verantwortung beginnt für uns in unserer Lieferkette: Am Anfang jeglicher Geschäftsbeziehungen stehen unsere Anforderungen an unsere Lieferanten... Zudem handeln wir ausschließlich Obst und Gemüse von Erzeugern, die nach dem international anerkannten GLOBALG.A.P.-Standard zertifiziert sind. Neben Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit der Erzeugnisse, Arbeitsschutzbestimmungen und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, beinhaltet dieser unter anderem auch Anforderungen zur verantwortungsbewussten Wassernutzung... Selbstverständlich sind die geschilderten Verhältnisse in keiner Weise mit unserem Verständnis von sozial gerechten und menschenwürdigen Arbeitsbedingungen vereinbar... Gegenwärtig arbeiten wir intern an Lösungsansätzen um diese Einhaltung noch stärker gewährleisten zu können...

 

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Antwort
24 April 2017

Antwort von Aldi Süd

Autor/in: Aldi Süd

...Die geschilderten kritischen Anbaumethoden sind in keiner Weise mit unserem Verständnis von ökologisch verantwortungsvollen und sozial gerechten Anbaubedingungen vereinbar. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass die Erzeugung und die Produktion von Waren unter menschenwürdigen und sozial gerechten Arbeitsbedingungen erfolgt. Das schließt den rücksichtsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen ein... Die Umsetzung unserer Grundsätze forcieren wir unter anderem durch die Zertifizierung unserer Produzenten und Zulieferer... Einen Teil der von uns angebotenen Avocados beziehen wir über Importeure auch aus Chile. Die Verbesserung der Arbeits- und Produktionsbedingungen beim Anbau erfolgt unter besonderen, landesindividuellen Rahmenbedingungen. Dabei handelt es sich um hochkomplexe politische, gesellschaftliche und volkswirtschaftliche Herausforderungen, die innerhalb des Landes zum Teil eng miteinander verzahnt sind... Wir werden die Entwicklungen in Chile weiter aufmerksam verfolgen und mit unseren Lieferanten, zu denen wir langjährige Geschäftsbeziehungen pflegen, weiter daran arbeiten, unsere CR-Grundsätze entlang der gesamten Lieferkette umzusetzen...

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Antwort
13 April 2017

Antwort von Alnatura

Autor/in: Alnatura

Es ist nicht richtig, dass Alnatura aus der in der TAZ genannten Region in Chile Avocados bezieht! Dies wird in dem Artikel auch nicht behauptet. In unseren Alnatura Super Natur Märkten bieten wir hauptsächlich Bio-Avocados aus Spanien, Griechenland, Mexiko und Südafrika an. Die jeweilige Herkunft des angebotenen Obst und Gemüses kennzeichnen wir stets auf einem entsprechenden Schild neben der Ware.

Artikel
22 March 2017

Supermärkte streichen Avocados aus Chile aus dem Angebot

Autor/in: Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag

...Supermarktketten Dänemarks haben beschlossen, keine Avocados aus Chile mehr anzubieten. Die Beliebtheit der grünen Frucht hat laut der NGO Danwatch indirekt dazu geführt, dass in der chilenischen Provinz Petorca Wasserknappheit herrscht...Gibt es auch in Deutschland Supermärkte, die über einen solchen Boykott nachdenken? Zumindest bei Sky scheint es in der Hinsicht keine Einschränkungen zu geben. „Da wir die in unseren Sky-Märkten angebotenen Avocados ausschließlich aus Peru beziehen, gibt es diesbezüglich derzeit keine Einschränkungen in unserem Angebot“, heißt es am Montag von der Supermarktkette... Edeka beziehe [...] chilenischen Avocados [...] aus Llay-Llay in der Region Valparaiso [...], heißt es aus der Pressestelle des Unternehmens... Auch Lidl schreibt: „Je nach Saison beziehen wir die Avocados aus verschiedenen Ländern, unter anderem aus Chile, allerdings aktuell nicht mehr aus der chilenischen Provinz Petorca“...

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Artikel
6 April 2015

Chile: Morddrohung an Avocado-Aktivisten nach Anschuldigungen des Wasserraubs

Autor/in: TAZ

...Nach Kritik am Avocadoanbau in Chile für den Export nach Europa haben Umweltschützer eigenen Angaben zufolge Morddrohungen erhalten...[Rodrigo Mun­da­ca, Sprecher der Organisation Modatima] wirft der Avocadobranche in der Provinz Petorca vor, teils illegal Fluss- und Grundwasser auf ihre Felder umzuleiten, so dass Kleinbauern ihre Felder nicht bewässern und Anwohner nur noch aus Tankwagen Trinkwasser bekommen können...Erst nach der Danwatch-Recherche haben die Supermärkte die Bedingungen zur Kenntnis genommen, unter denen die Avocados für den Export produziert werden...Am Mittwoch reichte [Mundaca] wegen der Einschüchterungsversuche eine Verfassungbeschwerde ein...

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